Apostel-Petrus-Kirche, Neuhaus

In Neuhaus steht mit der Apostel-Petrus-Kirche, eingeweiht am
16. August 1964, die größte unserer vier Kirchen; hier sind Pfarramt und Pfarrhaus in fast unmittelbarer Nachbarschaft angesiedelt.

Allein der Name, der unter dem Eindruck des 2. Vatikanischen Konzils gewählt wurde, lässt es schon vermuten: Die Ökumene in Neuhaus wird traditionell auch besonders stark gelebt: Der Gottesdienst des internationalen ökumenischen Studienkurses, der ökum. Seniorenkreis "NNT", der große Martinszug von St. Josef zu uns, die Kinderbibeltage und viele weitere Gottesdienste und Veranstaltungen im Jahreskreis machen die Trennungen der Christenheit hier fast vergessen.

Ausgehend von der familienfreundlichen Gottesdienstzeit (jeden Sonntag um 10.30 Uhr) ist Neuhaus außerdem unsere „jüngste“ Kirche: Parallel zum Hauptgottesdienst bietet (außer in den Schulferien) ein Team junger Mütter einen Kindergottesdienst an und die meisten KonfirmandInnen verabreden sich hier zum Gottesdienstbesuch.

Außerdem treffen sich im direkt benachbarten Gemeindehaus praktisch täglich Gruppen und Kreise: Band, Musikschule, Kinderschutzbund, Kreuzbund-Gruppe, Malschule, Kommunicafe, Glaubensgespräche, Kino, etc. . Teilweise haben sie nur sehr am Rande etwas mit Kirche zu tun, aber sie wissen, wo sie sich treffen und der Geist weht schließlich, wo er will. Das aktuelle Programm finden Sie auf unseren Veranstaltungsseiten. Rund um den ersten Mai und am Erntedankfest feiern wir im großen Garten vor dem Gemeindehaus und hinter der Kirche unsere Gemeindefeste.

In der Apostel-Petrus-Kirche wurde 1989 eine großartige Eule-Orgel errichtet. Eine Vielzahl von Konzerten lockt jedes Jahr Musikliebhaber aus dem weiten Umkreis in die Josefstaler-Straße.

 

 

 

 

 

 

 

Die Orgel ist dreimanualig und mit Glockenspiel und Zimbelstern versehen...

...  und hat folgende Disposition:

 Das Altarbild ist ein von Angela Gsaenger, der Tochter des Architekten, geschaffenes Triptychon.

Es zeigt im Zentralbild das Messiasbekenntnis aus dem Evangelium nach Matthäus, Kap. 16, 13-20:
Das Bekenntnis des Petrus und die Verheißung an ihn
13 Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei? 14 Sie sprachen: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten. 15 Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, dass ich sei? 16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn! 17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. 18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. 19 Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein. 20 Da gebot er den Jüngern, niemandem zu sagen, dass er der Christus sei.

Der linke Seitenflügel „das Pfingstereignis“ nach Apostelgeschichte, Kap. 2,1-13 :
Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf Jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.

Der rechte Seitenflügel Linker Seitenflügel zeigt „Das Apostelkonzil in Jerusalem“ nach Paulus Kap. 1,10 - 2,10:
Hier ist u.a. nachzulesen: Gott schaut auf die Person - auch von den "Angesehenen" wurde mir nichts auferlegt. Im Gegenteil, sie sahen, dass mir das Evangelium für die Unbeschnittenen anvertraut ist, wie dem Petrus für die Beschnittenen - denn Gott, der Petrus die Kraft zum Aposteldienst unter den Beschnittenen gegeben hat, gab sie mir zum Dienst unter den Heiden-, und sie erkannten die Gnade, die mir verliehen ist.

In der Karwoche wird das Triptychon geschlossen und man sieht nur dann die Rückseite der Seitenflügel sie ergeben als Gesamtbild,
„Die Gefangennahme Jesu“
nach Matthäus, Kap. 26, 47-56
47 Und als er noch redete, siehe, da kam Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes. 48 Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen genannt und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den ergreift. 49 Und alsbald trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi!, und küsste ihn. 50 Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, dazu bist du gekommen? Da traten sie heran und legten Hand an Jesus und ergriffen ihn. 51 Und siehe, einer von denen, die bei Jesus waren, streckte die Hand aus und zog sein Schwert und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab. 52 Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der wird durchs Schwert umkommen.



 Text und Bilder: Johannes Hütz